Immobilien

Rücklagen bilden!

Wer schlau ist baut vor, weitsichtiges Planen in der WEG … so lautet ein alter Spruch aus der Werbung. Immobilienbesitzer kennen das Thema, Irgendwann sind sie fällig, die kleinen und großen Reparatur- und Sanierungsarbeiten.

Schlaue WEGs bauen da vor, sie sind verpflichtet eine Rücklage zu bilden um anfallende Arbeiten finanzieren zu können. Leider reichen oftmals die Rücklagen aber nicht aus, weil die Dach- oder Fassadensanierung „überraschend“ anstehen und die Rücklage die Kosten nicht decken. In diesem Fall wird eine Sonderumlage fällig und diese kann ganz schnell sehr weh tun, wer hat schon 10- 15.000 Euro frei verfügbar „rumliegen“ um solche Maßnahmen zu finanzieren?
Dabei ist es so einfach, dem vorzubeugen.

Expertentipp:
Machen Sie alle 3-4 Jahre mit einem Architekten, Bauingenieur oder Baufachmann eine protokollierte Begehung der Immobilie und schauen Sie sich gemeinsam die neuralgischen Punkte an. Alle erkennbaren Mängel oder anstehenden Arbeiten zur Werterhaltung werden notiert und fotografiert. Listen Sie Ihre Erkenntnisse auf und priorisieren Sie nach Dringlichkeit, hier reichen 3 Kategorien:

Umsetzung sofort: Dringende Umsetzung: Niedrige Dringlichkeit
Diese Punkte stellen Sie den anderen Eigentümern in einer Eigentümerversammlung vor und lassen über die Maßnahmen abstimmen. Stellen Sie nun einen Plan auf, wann welche Arbeiten erledigt werden, und wie hoch in etwa die anfallenden Kosten sind. Schauen Sie sich die angesparten Rücklagen an und errechnen Sie, welche finanziellen Mittel Sie zu jeder Phase zur Verfügung stehen haben. Nun haben Sie eine hervorragende Übersicht, welche finanziellen Mittel Sie zusätzlich aufbringen müssen. Diese können Sie dann Bauphasen orientiert ansparen.

Im Grunde ist dieses Vorgehen sehr einfach, wird aber selten angewendet. Sprechen Sie Ihren Hausverwalter an.

(Foto: pixabay.de / annca)